Burgen und Schlösser Ausgabe 1/2001

Französische Donjons
Wander- und Wechselausstellung zum französischen Burgenbau vom 11. bis I5. Jahrhundert auf der Runneburg in Weissensee 3. Juli bis Ende September 2001


Nach zwölf Stationen in Frankreich, Deutschland und Amerika wird die von der Gesell-schaft für Internationale Burgen-kunde Aachen e.V. begründete dreisprachige Ausstellung zum französischen Burgenbau ab Anfang Juli auf der Runneburg zu sehen sein. Faszinierender Schwerpunkt der Ausstellung, die auf einer zehnjährigen For-schungsarbeit an 130 Burgen in Frankreich beruht, ist das im Maßstab 1:25 erstellte authen-tische Modell der Burg Coucy bei Soissons mit dem 2,40 m hohen Wehrturm bzw. Donjon. Mit 54 m Höhe, 31 m Durch-messer und 7,50 m starken Wänden gilt er als der größte Wehrturm des Abendlandes. 1917 wurde er  im  Rahmen einer

Frontverlegung von deutschen Truppen gesprengt. Dank der guten Quellenlage war es möglich, genaue Detail-zeichnungen anhand vorhandener Zeichnungen und Detailfotos zu erstellen. Das Modell von Coucy wird durch 3000 handbemalte, individuell gestaltete Figuren, die von Schülern in Arbeits-gemeinschaften und Projekt-wochen hergestellt wurden, lebendig in Szene gesetzt.
Die Ausstellung, die zur Zeit im Museum der National Geo-graphic Society in Washington zu sehen ist und in ihrer Laufzeit bereits über 250 000 Besucher und über 1 000 Schulklassen verzeichnen konnte, wendet sich ihrer Konzeption nach insbesondere    an    Schüler    und

Jugendliche. Die insgesamt 52 Schautafeln spiegeln sowohl den wissenschaftlichen Anspruch als auch touristische Inhalt der Ausstellung wieder. Sie soll nach dem Willen ihres Initiators, Dipl.-Ing. Bernhard Siepen, auch der Völkerverständigung dienen.

Informationen: Gesellschaft für Internationale Burgenkunde Aachen e.V., 1. Vorsitzender Architekt Dipl.-Ing. Bernhard Siepen, Grindelweg 4, 52076 Aachen,

Tel. 0241/604500, Fax 0241/604070, E-Mail: gib-aachen@burgenkunde.de, Homepage: burgenkunde.de oder castlescience.org