Aachener Woche - Super Mittwoch vom 29. Juni 2005

Burgenkundler "basteln" am 'Crac des Chevaliers'
Johanniter Veste auf 36 Quadratmetern


Aachen (red). 36 Quadratmeter beträgt die Grundfläche des Modells - eine mächtige Burganlage aus der Zeit der Kreuzfahrer. Durchgestaltet bis ins letzte Detail lässt es diesen Abschnitt des Mittelalters lebendig werden. Noch besteht der ,.Crac des Chevaliers" nur auf Plänen. Bis November dieses Jahres will die Gesellschaft für Internationale Burgenkunde Aachen e.V. (GIB) den originalgetreuen Nachbau der Johanniter-Feste im Maßstab 1:25 vollenden. Die Premiere findet am 4.November im Archäologischen Museum der Stadt Frankfurt/Main statt. Für die Verwirklichung des ehrgeizigen Projektes muss das Team um den Vorsitzenden der Aachener Gesellschaft für Internationale Burgenkunde,

Bernhard Siepen, noch tausende Arbeitstunden in den Werkräumen der Handwerkskammer Aachen leisten.Die authentische Wiedergabe des monumentalen Bauwerks erfordert nicht allein wissenschaftliche Gründlichkeit und sorgfältige Planung. Es ist auch viel gestalterisches und technisches Geschick notwendig, um ein Modell in dieser Größenordnung zu bauen und Szenen aus der Belagerung dieser Burg durch den Mamelukensultan Baybars (1271) nachzustellen. Als Basis für das Raumfüllende Modell schafft ein Metallbauer eine zerlegbare Stahlkonstruktion.

 In passgenauen Segmenten bauen die Schreinermeister Andranik Melikjan und Heinrich Barth die Mauern, Pfeiler, Türme und Tore der Johanniterburg, den Rittersaal, die Küchen und den Schlafsaal. Die Einzelteile und ihre Transportkisten müssen so handlich bemessen werden, dass sie sich im Lkw gut verstauen und auch über schmale Treppen befördern lassen, gleichzeitig aber auch für einen Überseetransport geeignet sind.

Bis Ausstellungseröffnung  am 4. November muss das Werk vollendet sein – notfalls werden Zusatzschichten an den Wochenenden eingelegt, so Siepen.

Auf die Burgenbauer wartet noch viel Arbeit in der Werkstatt. Foto: GIB