Aachener Woche vom 23.Juli 2003

Die Gassen von Aleppo


Eine Bereicherung der Ausstellung Ex oriente:
Bazar von Aleppo im Modell.

Aachen (red). Die „Gesellschaft für Internationale Burgenkunde“ (GIB) arbeitet seit drei Jahren an der Ausstellung Burgen und Bazare - Mittelalterliche Lebensformen im Vorderen Orient, die Anfang 2005 eröffnet werden soll. Schon Anfang 2001 hat sie den Veranstaltern der Ausstellung Ex Oriente ihren Beitrag angeboten, die Erstellung eines Modells  als   Ausschnitt  aus dem   Bazar  von Aleppo.

 Beide Ausstellungen haben das selbe Ziel: Sie lenken den Blick auf das alltägliche, auf Wohlfahrt bedachte Leben der Menschen in Europa wie im Vorderen Orient, mal gefördert durch eine auf Frieden und Ausgleich bedachte Politik der Machthaber, mal durch deren kriegerischen Aktivitäten geschädigt.
Während sich die Ausstellung Ex Oriente auf Jahre des politischen Friedens zwischen Ost und West um das Jahr 800 n. Chr. beschränkt, führt die GIB mit der Ausstellung Burgen und Bazare das 12. und 13. Jahrhunderts vor Augen. Dank der nachweislichen Kontinuität des Alltagsleben  ist ein  Modell

von 4 x 4  Meter  im Maßstab 1:25 von der GIB nach wissenschaftlichem Aufmass der heutigen, aus dem 13-16. Jahrhundert herrührenden Bebauung erstellt worden. Architekt Dipl.- Ing. Bernhard Siepen, Vorsitzender der GIB, und Heinrich Barth, Schreinermeister i.R., haben maßgeblich dazu beigetragen, dass derzeit ein zwar noch unfertiges, aber sehenswertes Modell präsentiert werden kann. Architekt Dipl-Ing. Alexander Müller sorgte für die gewissenhafte Umsetzung der Pläne, die vor Ort in Aleppo an syrische Architekten in Auftrag gegeben wurden. Der Historiker Frank Pohle erstellte die Begleittexte zur Ausstellung.

Auch der „Weiße Elefant“ fehlt nicht im Modell.

Das im Verwaltungsgebäude am Katschhof aufgebaute Modell. Links Praktikant Vladimir Dojan, rechts Michael Siepen (Schülerpraktikant 2003), darüber von links nach rechts die Praktikantinnen Eva Peinkofer und Ulrike Kunz, dahinter GIB-Vorsitzender Bernhard Siepen und Praktikantin Carina Fröschen.